Wissenswertes für Privatpersonen

Häufig gestellte Fragen unserer Privatkunden betreffen Steuerspartipps und Auskünfte über Steuer-Abbzüge in der Schweiz ... hier ein kleiner Auszug für Private um Steuern zu sparen!

Vorsorge und Steuern in der Schweiz

Die Einzahlung auf ein Säule 3a Konto (Bei einer Bank oder Versicherung) kann direkt dem Einkommen abgezogen werden. Einziger Nachteil: Das Geld ist gesperrt und kann nur aus folgenden Gründen bezogen werden:

  • Erreichen des AHV-Alters
  • Erwerb von Wohneigentum
  • Eintritt in die Selbstständigkeit
  • Auswanderung ins Ausland
  • Tod des Vorsorgenehmer
  • Bezug einer Invalidenrente
  • Freiwilliger Einkauf in die 2. Säule

Genau gleich wie bei der Säule 3a können Pensionskasseneinkäufe vollständig vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Neben vorsorgetechnischen Über­le­gun­gen hat ein Pensionskasseneinkauf daher oft das Ziel, die Steuer­pro­gression auf dem Einkommen zu brechen. Einkäufe sollten langfristig geplant und auf die individuelle Steuersituation abgestimmt werden. Durch das richtige Vorgehen kann die Steuerersparnis erheblich optimiert werden. Das Einkaufspotenzial finden Sie auf Ihrem Pensionskassenausweis oder Sie erfahren es direkt bei Ihrer Vorsorgeeinrichtung.

Einkauf in die Pensionskasse staffeln

Bei der Steuereinsparung durch Einzahlungen in die Pensionskasse geht es darum, die Steuerprogression optimal zu brechen. Kann man den Effekt über mehrere Jahre verteilen, erhöht sich die Steuereinsparung entsprechend. Dies ist eine Folge des pro­gres­siven Steuersystems in der Schweiz. Kaufen Sie sich in die Pensionskasse in ein­em Jahr ein, in welchem Sie keine oder weniger andere Steuerabzüge als üblich tä­ti­gen (zum Beispiel Liegenschaftsunterhalt etc.) oder in Jahren mit besonders hohem Einkommen. Analysieren Sie Ihre persönliche Progressionskurve und bestimmen Sie, wie hoch ein Pensionskasseneinkauf maximal sein sollte, damit der Effekt nicht zu stark verwässert wird.

Die Auszahlung von Vorsorgekapitalien aus der Säule 3a und der Pensionskasse unterliegt einer sogenannten Kapitalauszahlungssteuer, welche wie die Einkommenssteuer einer Progression unterliegt. In den allermeisten Fällen ist daher die Steuereinsparung durch Staffelung der Bezüge aus der Säule 3a und der Pensionskasse erheblich. Es ist möglich, mehrere Säule 3a Konten / Depots zu eröffnen, um diese zu einem späteren Zeitpunkt in unterschiedlichen Steuerperioden und getrennt vom Pensionskassenkapital zu beziehen. Vorsorgekapitalien (2. Säule und Säule 3a), die in glei­chen Jahren ausbezahlt werden, werden zusammen gezählt. Konten oder Depots im Rahmen der Säule 3a können nur vollständig bezogen werden. In wenigen Kan­to­nen gibt es Ausnahmen in Bezug auf die Auszahlung von Vorsorgekapitalien.

Bei der indirekten Amortisation bleibt der Betrag der Hypothek immer gleich hoch. Die Rückzahlung erfolgt über ein an die Bank verpfändetes Säule 3a Konto, auf wel­ches die Rückzahlungen eingezahlt werden. Dadurch profitieren Sie einerseits von ho­hen Abzugsmöglichkeiten der Hypothekarzinsen und andererseits von den Abzugsmöglichkeiten durch die Einzahlung auf das Säu­le 3a Konto. Diese Sparmöglichkeit ist vor allem für Steuerpflichtige, welche keine freiwilligen Einzahlungen auf das Säule 3a Konto vornehmen von grossem Vorteil!

Besitz / Einkommen und Steuern in der Schweiz

Es besteht grundsätzlich die Pflicht das weltweite Vermögen sowie das weltweit erzielte Einkommen zu deklarieren, denn zumindest zur Bestimmung des jeweiligen Steuersatzes werden diese Faktoren auch in der Schweiz benötigt.

In der Praxis ist immer wieder festzustellen, dass z.B. im Ausland gelegene Häuser und Eigentumswohnungen in der schweizerischen Steuerdeklaration nicht angegeben werden. In den meisten Fällen geschieht dies wohl aus Unkenntnis über die entsprechende Deklarationspflicht bzw. aufgrund von Fehlinformationen.

Gleiches gilt für ausländische Depots und den daraus erzielten Zinsen und Dividenden. In den Fällen liegt das Besteuerungsrecht je nach Doppelbesteuerunsabkommen oftmals (sofern DBA vorhanden) beim Ansässigkeitsstaat, welcher bei in der Schweiz unbeschränkt Steuerpflichtigen oft die Schweiz ist. Dies, obwohl vielfach bereits ausländische Quellensteuern vor Auszahlung zB der Dividenden im ausländischen Staat einbehalten wurden.

Zwecks Vermeidung einer Doppelbesteuerung sind hier die Anrechungsverfahren im Ansässigkeitsstaat und die Rückerstattungsverfahren in den ausländischen Staaten (Quellenstaaten) zu beachten.

Der nachträglichen ordentlichen Veranlagung unterliegen quellensteuerpflichtige Arbeitnehmende mit Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton, deren quellensteuerpflichtige Bruttoeinkünfte in einem Kalenderjahr mehr als Fr. 120 000.–(CHF 500’0000 in Genf) betragen.

Die Unterhaltskosten bei Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäusern übersteigen rasch einmal den Pauschalabzug. Viele abzugsfähige Kosten sind selbst Veranlagungsbeamten nicht immer geläufig. So etwa die Gebühren für Wasserzähler, die Kosten für Heizungsservice-Abonnemente oder der Aufwand für die Erstellung von Heizkostenabrechnungen. Die Behörde streicht dann oft den ganzen Abzug und lässt nur den Pauschalabzug zu. Dagegen kann man Einsprache einlegen.

Was im Kanton Zürich an Unterhaltskosten für Liegenschaften abziehbar ist finden Sie unter: Zum Kantonalem Steueramt Zürich

Sind die Kinder ausgezogen, wird Platz frei. Auch nach dem Tod eines Partners oder nach einer Scheidung. Der Eigenmietwert kann nun proportional um das nicht genutzte Zimmer verringert werden, ein Zimmer mit mehr als 30 Quadratmetern Fläche gilt sogar als zwei Räume. Nebenräume, Bad und Küche gelten bei Ein­fa­mi­lien­häu­sern als zwei Räume, bei Eigentumswohnungen als ein Raum. Allerdings dürfen solche freien Räume nicht mehr genutzt werden.

Berufsauslagen und Steuern in der Schweiz

Für ein Arbeitszimmer zu Hause ist ein Abzug nur möglich, wenn der Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt. Neben dem Mietanteil dürfen Kosten für Mobiliar und Arbeitsgeräte abgezogen werden.
Bitte beachten Sie, dass alle Hinweise und Tipps im Einzelfall entsprechend der persönlichen Rahmenbedingungen, betreffend ihrer Vorteilhaftigkeit für den Steuerpflichtigen zu prüfen sind.